Alles Neue bringt der Mai:

01. Mai 2010

Endlich ist es soweit, die Tage werden länger und auch die Nächte milder. Die Ostsee lädt so langsam wieder zum Baden ein. Man verbringt wieder mehr Zeit im Freien und was gibt es besseres, als auf der Terasse zu sitzen und einen schönen fruchtig-leichten und frischen Wein in der Mai-Sonne zu genießen. Deshalb ist meine Weinempfehlung für diesen Monat der 2009er Sauvignon Blanc aus Laumersheim in der Pfalz vom Weingut Knipser. Er besticht durch seine außergewöhnliche  grün-gelbe Farbe; Maracuja, Mango aber auch Pfirsich und Stachelbeere prägen Duft und Geschmack –  animierende Säure, kräutrige Würze, leicht, mineralisch, saftig und mit schöner Frucht. Am Gaumen ist er knackig, leicht und frisch, mit aromatischer Frucht, Cassis, leicht grüne Noten, mineralisch, typisch nach Stachelbeere, mit dezenter Restsüße und einem angenehmen Nachhall. Einfach ein wunderbarer Sommerwein. Er ist ein toller Begleiter zu knackigen sommerlichen Salaten mit z.B. Wildkräutern, aber auch die Kombination mit  jungem Ziegenkäse ist ein pures Geschmackserlebnis.

Das Weingut Knipser baut den Sauvignon Blanc seit 1993, zunächst im Versuchsanbau, als eines der ersten Weingüter in der Pfalz an. Die Böden, auf denen die Reben stehen, sind einerseits von Kalkgestein und andererseits von alluvialen Sanden und Schottern aus Ablagerungen des Rheines geprägt. Die Lese erfolgt meist sehr früh, um die sortentypischen frischen Aromen zu erhalten. Im Jahre 2007 war dies bereits im September der Fall. Das Weingut ist seit 1850 ein Familienbetrieb und liegt in der nördlichen Pfalz zwischen Grünstadt und Bad Dürkheim. Die Weinberge befinden sich in Laumersheim, Großkarlbach und Dirmstein mit einer gesamten Rebfläche von 40ha. Die Böden mit einer Lößlehmauflage von 20 cm bis zu mehreren Metern bauen auf Kalkstein im Untergrund auf, so z.B. im Großkarlbacher Burgweg, Laumersheimer Kirschgarten, Laumersheimer Mandelberg und Dirmsteiner Mandelpfad. Diese Lagen sind ideal für alle Rebsorten, die vom Körper leben und von gut gepufferter Säure profitieren. Das sind alle Rotweinsorten und die Burgunderfamilie Spät-, Weiß- und Grauburgunder und Chardonnay. Häufig stammen die besten Barriqueweine von hier. An Rotweinsorten werden Spätburgunder, St. Laurent, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Dornfelder, Syrah und Lemberger gezogen. Bei den Weißweinsorten finden sich Riesling, Chardonnay, Grauburgunder, Weißburgunder, Gelber Orleans, Sauvignon Blanc, Sylvaner und Gewürztraminer.
Und zu den Weißweinen: “Im Keller steht nur das zur Verfügung, was in der Traube aus dem Weinberg kommt”. Die Lese erfolgt von Hand, zum Teil in mehreren Durchgängen. Diese Arbeit beginnt meist Ende September und erstreckt sich gelegentlich bis Mitte November. Alle Trauben werden entrappt, d.h. die Stiele werden vor dem Keltern entfernt. Die Maische wird bald danach mit einer schonenden pneumatischen Kelter gepreßt. Vergärung findet in Edelstahltanks, im traditionellen Pfälzer Doppelstück und Halbstückfässern sowie auch in neuen Barriquefässern statt. Die Temperatur der Gärung wird kontrolliert und unter 20°C gehalten. Dies fördert die Fruchtigkeit. Der Ausbau im Tank ergibt feine, elegante, frische Weine. Vor allem Qualitäten bis Spätlese aber auch Auslese profitieren davon. Im Unterschied zum Tank ist das Holzfaß nicht gasdicht. Der Körper des Weines entfaltet sich durch den feinen Einfluß des Sauerstoffes. Deshalb ist das Holzfaß besonders für körperreiche Spätlesen und Auslesen interessant. Dies gilt für die traditionellen Fässer wie auch für Barriques.

Erleben Sie noch mehr spannende Weine aus den besten Weinregionen der Welt und natürlich auch noch mehr vom Weingut Knipser in Kombination mit Tillmann Hahn´s köstlichen Gerichten. Lassen Sie sich ein, auf eine Reise durch die Weinregionen der Welt und genießen Sie das Zusammenspiel zwischen Speisen & Wein bei einen Degustationsmenü in Tillmann Hahn`s Gourmet Restaurant Der Butt.

Wie immer wünsche ich Ihnen viel Freude beim Probieren!

Ihr Tim Blaszyk
Restaurantleiter/ Sommelier Der Butt

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Mittwoch, 08. Februar 2012

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